Kill Bill: Vol. 2

Die Erwartungen an die Fortsetzung waren gross, Quentin Tarantino hatte sich mit Kill Bill: Vol. 1 die Messlatte extrem hoch gesetzt.
Wer erneut ein blutiges Rachegemetzel erwartet hat, wurde enttäuscht. Mit Vol. 2 gibt Tarantino seinen Charakteren mehr Tiefe, erzählt ihre Geschichte. Im Prinzip die Hintergrundinformationen zu Vol. 1. Der Film wurde so angelegt, dass man erst mit diesen Informationen den kompletten Überblick über die Geschichte bekommt.

Es hat keinen grossen Sinn, hier die Story niederzuschreiben, da sie zu sehr mit Teil 1 verknüpft ist.

Was ist denn so speziell an dem Film? Tarantino spielt einfach genial mit den Erwartungen. Nach dem ersten Teil rechnet man erneut mit einer grandiosen Racheorgie. Stattdessen werden bisherigen Handlungslücken gefüllt und die Braut, die noch im ersten Teil die Crazy 88 Killer niedergemetzelt hat, wird vom heruntergekommenen Budd lebendig begraben.
Im Kampf mit Elle Driver wird die Sache zwar wieder blutiger, kommt aber nie an Teil 1 heran. Teil 2 ist generell ruhiger und dialoglastiger und der langerwartete Showdown zwischen Bill und der Braut ist gar keiner: Als sie mit gezogener Waffe sein Apartment stürmt, steht sie ihrer Tochter gegenüber: „Bang bang Mommy!“

Neben den genialen Dialogen lebt der Film vor allem von eindrücklichen Bildern und einmal mehr treffendem Soundtrack.

Da ich beide Filme im englischen Original gesehen habe ist die deutsche Synchronisation das einzige Manko für mich. Die ganze Atmosphäre scheint verloren und vor allem Michael Madsen’s Synchronstimme ist extrem unpassend. Schade, aber eben ein Grund mehr, sich dem Film mit Originalton anzusehen.

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