Hunt for Red October

Kann es wirklich sein, dass dies seit bestehen dieses Blogs erst der dritte Eintrag in der Kategorie Bücher ist? Dafür, dass ich eigentlich gerne und viel (dachte ich zumindest) lese, ist das doch ein wenig mager.
Gut ein Buch mehr war da sicher noch, sonst die üblichen Bücher zum durchblättern fürs Studium. Für teures Geld gekauft und sehen noch aus wie neu…

Zurück zum eigentlichen Thema: Zu Tom Clancy’s Jagd auf Roter Oktober kam ich eigentlich durch den gleichnamigen Film, bis heute einer meiner absoluten Lieblingsfilme und sicher mein Favorit unter allen U-Boot Filmen. Von den Schauspielern bis hin zum genialen Soundtrack ein packender Thriller. Alec Baldwin ist der wahre James Ryan!

Kommt man über einen Film zu einem Buch fällt vorallem auf, dass auf 500 Seiten ein weit detaillierterer Plot existiert, als man in 120 Minuten Film unterbringen könnte. Da wo der Film dicht und spannend ist, verliert sich die Romanvorlage in detaillierten Erklärungen technischer Geräte oder verschiedener Flottenbewegungen. Das ganze Konstrukt im Roman ist um ein vielfaches komplexer, daher vielleicht auch realistischer. Andererseits leidet an dieser Komplexität der Lesefluss. Man muss sich schon für den ganzen Technotalk interessieren, sonst legt man das Buch schnell genervt zur Seite.

Glücklicherweise interessiert mich gerade die Technik, sonst hätte ich mir die 500 Seiten und auch die ganze Jack Ryan Serie nie angetan. Es ist ja genau das, was Clancy’s Romane ausmacht: Die minutiöse Beschreibung aller technischen Vorgänge.

Zu Jagd auf Roter Oktober gibt es also sicher nichts schlechtes zu sagen. Aber der Grund, warum ich es nochmal gelesen habe war eigentlich, dass ich es in einer Buchhandlung zufällig in der englischen Originalversion sah und zugreifen musste. Wie bei Filmen und Serien ist es auch bei Büchern oft so, dass durch die Übersetzung halt einiges verloren geht. Aber Clancy ist kein Poet, er ist ein Technikfreak und entsprechend auch sein Schreibstil sachlich und nüchtern. Da gibt es also nicht viel, was in der Übersetzung verloren gehen könnte.
Ich werde mir also sicher keinen zweiten Clancy Roman, den ich schon in der deutschen Fassung besitze, im Original anschaffen.

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