Qual der Wahl(en)
Der Kanton Luzern wählt am 1. April den Regierungsrat und den Grossen Rat neu.
Der Regierungsrat bereitet wenig Mühe, 5 Sitze sind zu vergeben, einer der bisherigen hat sich allen Kredit verspielt, also raus mit ihm. Dafür gibt es auch eine schön vorbereitete Liste, nur die Ersatzkandidatin muss ich noch eintragen. Ein vertretbarer Aufwand also.
Aber der Grosse Rat! 34 Sitze zu vergeben, und da ich nicht blind Parteien wähle, sondern einen vernünftigen Mix aus (meiner Meinung nach) qualifizierten Personen zusammenstelle, bleibt mir nur die Blankoliste. 34 Zeilen sind da handschriftlich auszufüllen! Hallo? Wir leben im Jahr 2007!
Eigentlich müsste ich mir die Liste auf lu.ch komfortabel zusammenklicken können, das wäre nun wirklich keine Hexerei. Und wenn man den Wahlprozess noch benutzerfreundlicher gestalten möchte, könnte man Filterkritierien wie Alter, Partei anwenden. So könnte man in 5 Minuten wählen. Aber nein, ich muss mich durch Papierlisten quälen, Namen und Wohnorte notieren… aargh!
Gut, dass nur alle 4 Jahre gewählt wird.
Kommentare
Ich brauche wohl nicht anzumerken, dass mit der Blankoliste eigentlich die wichtigste Stimme – die Listenstimme – verschenkt wird oder? Wählen heisst streichen, nicht schreiben.
Wieso verschenkt? Ich kann ja immer noch eine Nummer/Partei für die Listenstimme auf die Liste setzen.
Die Wahl ist für mich “sauberer”, wenn ich nur Personen auf der Liste habe, denen ich ein Amt auch zutraue. Das ist beileibe nicht bei allen Kanditaten der Fall.
Ja wenn du das machst nicht, aber dann kannst du genau so gut mit der Liste dieser Partei beginnen und ein bisschen streichen und hinzufügen und musst nicht so viel schreiben.
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