Greenfield Festival 2007
Woohoo, war das geil! Ich hatte zwar Vorbehalte wegen der Witterungsbedingungen, aber die waren zum Glück völlig unbegründet. Die Anfahrt nach Interlaken fand zwar bei strömendem Regen statt, aber kaum hatten wir unsere Tickets gegen Festivalbändel getauscht, legte sich der Regen und wir konnten unser Material aufs Gelände holen. Der Parkplatz war glücklicherweise sehr nahe beim Eingang, so dass sich das Schleppen in Grenzen hielt.
Wie das Auto konnten wir auch das Zelt ideal platzieren: Schön in einer ruhigen Ecke des Geländes, gleich am Zaun und einem selten befahrenen Durchgang. Das hatte den Vorteil, dass wir den inoffiziellen Ein- und Ausgang 15m von unserem Zelt nutzen konnten.
Das Wichtigste: Die Musik! Hammermässige Livebands waren vor allem Juliette and the Licks, The Hives, Die Happy sowie meine persönliche Neuentdeckung McQueen. Diese vier Bands rockten und interagierten auch mit dem Publikum, wie es sich für ein Live-Konzert gehört.
Anders dagegen Queens of the Stone Age: Da wurde kein Wort mit dem Publikum gewechselt, man hat einfach Stur sein Programm runtergespielt. Schwach sowas. Man hätte wenigstens irgendwie auf den wegen Unwetter geplatzten Auftritt am Greenfield 2005 anspielen können, aber nein, stures Schweigen.
The Killers wirkten relativ unterkühlt und von Marilyn Manson hatte ich mir auch eine ausgefallenere Show versprochen. Schande, dass ich dafür früher vom Juliette and the Licks Konzert verschwunden bin!
Generell war die Soundabmischung leider katastrophal: Der Gesang war oft kaum zu hören, dafür hat der Bass alle musikalischen Details geschluckt und heraus kam letztlich nur noch lautes Geschramme. Schade, wenn an dem Punkt gespart wird.
Ansonsten die üblichen Openair Erlebnisse: Katastrophale Hygiene auf diesen ekligen ToiToi-Toiletten, überhebliche Security, überteuerte Verpflegung & Getränke, etc. Aber das Positive überwiegt deutlich!
Von den Autobränden habe ich im Tiefschlaf übrigens nichts mitbekommen.
Ach ja: Ungläubiges Staunen erntet man auf dem Campingplatz, wenn man morgens um 1 Uhr drei Bratwürste auf dem Grill brät. Auch tagsüber wird man dafür noch bewundert. Es gibt halt noch anders MUSS-Zubehör auf einem Openair als Büchsenbier…
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