Innovationsverweigerer II
In Anlehnung an den Originalbeitrag (der auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat… werde ich alt?), eine weitere Möchtegern-Innovation, der ich mich konsequent verweigere: E-Book Reader.
Wenn ich mir den Amazon Kindle und seinen Nachfolger ansehe, denke ich nicht im entferntesten an ein Buch und die spannenden Lesestunden. Ich sehe nur ein hässlich gestaltetes und äusserst billig anmutendes, dennoch grausam überteuertes (359 Dollar!) Gerät.
Damit ich den Kauf so eines Geräts auch nur in Betracht ziehen würde, müsste es eine ähnlich schlichte Eleganz wie ein Apple Gerät (iPhone, iPod, die schönen neuen Alu-Macbooks…) besitzen. Aber dieser Plastikkübel? Nein danke! Und was soll der Mist mit einer kompletten physikalischen Tastatur auf einem E-Book Reader? Ist das Benutzerinterface dermassen schlecht, dass ich ständig mit der Tastatur was eingeben muss oder was? Das klaut nur wertvolle Bildschirmfläche.
Dann kommt da natürlich noch DRM: Ich sehe ein, dass die gekauften E-Books in einem gewissen Masse geschützt werden müssen. Alles klar. Aber solche kindischen Massnahmen, wie das Deaktivieren von Text-to-Speech für gewisse Titel, weil man Angst um die Hörbuchverkäufe hat? Bitte… als ob eine emotionslose, mechanische Stimme auch nur die geringste Konkurrenz wäre. Das zeigt nur, wie gierig und letztlich misstrauisch gegenüber ihren Kunden die Contentverkäufer sind. Da sind Buchdrucker nicht besser als Plattenpresser.
Neben dem Preis für das Gerät kommen natürlich noch die E-Books dazu, und da hört es für mich auf: Ein 9.99$ für ein “Buch”, welches ich nur auf dieser minderwertigen Plastikbox lesen kann? Auch hier, nein danke.
Die Zeit (und die Technologie) ist eindeutig noch nicht reif, für gescheite E-Book Reader.
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