anybody out there?
Ja ich bin noch da. Nur weil der Präsenzunterricht und die ersten Prüfungen hinter mir liegen, heisst das aber nicht, dass ich auf der faulen Haut liegen kann. Einmal mehr arbeite ich während der “unterrichtsfreien Zeit”, daneben muss noch eine Diplomarbeit entstehen und anfangs September folgen dann schon die letzten Prüfungen.
Von Ferien kann also keine Rede sein, Arbeit ist angesagt.
Präsenzunterricht war viel entspannender, ich komme ja kaum noch dazu, meine standardmässigen Favoriten im Netz abzuklappern. Aber es geht immer weiter. Die Arbeit ist interessant und befriedigend, die Diplomarbeit auf gutem Wege und zwischendurch kriege ich sogar Jobangebote. Das tut gut, ganz ehrlich.
Greenfield Festival 2007
Woohoo, war das geil! Ich hatte zwar Vorbehalte wegen der Witterungsbedingungen, aber die waren zum Glück völlig unbegründet. Die Anfahrt nach Interlaken fand zwar bei strömendem Regen statt, aber kaum hatten wir unsere Tickets gegen Festivalbändel getauscht, legte sich der Regen und wir konnten unser Material aufs Gelände holen. Der Parkplatz war glücklicherweise sehr nahe beim Eingang, so dass sich das Schleppen in Grenzen hielt.
Wie das Auto konnten wir auch das Zelt ideal platzieren: Schön in einer ruhigen Ecke des Geländes, gleich am Zaun und einem selten befahrenen Durchgang. Das hatte den Vorteil, dass wir den inoffiziellen Ein- und Ausgang 15m von unserem Zelt nutzen konnten.
Das Wichtigste: Die Musik! Hammermässige Livebands waren vor allem Juliette and the Licks, The Hives, Die Happy sowie meine persönliche Neuentdeckung McQueen. Diese vier Bands rockten und interagierten auch mit dem Publikum, wie es sich für ein Live-Konzert gehört.
Anders dagegen Queens of the Stone Age: Da wurde kein Wort mit dem Publikum gewechselt, man hat einfach Stur sein Programm runtergespielt. Schwach sowas. Man hätte wenigstens irgendwie auf den wegen Unwetter geplatzten Auftritt am Greenfield 2005 anspielen können, aber nein, stures Schweigen.
The Killers wirkten relativ unterkühlt und von Marilyn Manson hatte ich mir auch eine ausgefallenere Show versprochen. Schande, dass ich dafür früher vom Juliette and the Licks Konzert verschwunden bin!
Generell war die Soundabmischung leider katastrophal: Der Gesang war oft kaum zu hören, dafür hat der Bass alle musikalischen Details geschluckt und heraus kam letztlich nur noch lautes Geschramme. Schade, wenn an dem Punkt gespart wird.
Ansonsten die üblichen Openair Erlebnisse: Katastrophale Hygiene auf diesen ekligen ToiToi-Toiletten, überhebliche Security, überteuerte Verpflegung & Getränke, etc. Aber das Positive überwiegt deutlich!
Von den Autobränden habe ich im Tiefschlaf übrigens nichts mitbekommen.
Ach ja: Ungläubiges Staunen erntet man auf dem Campingplatz, wenn man morgens um 1 Uhr drei Bratwürste auf dem Grill brät. Auch tagsüber wird man dafür noch bewundert. Es gibt halt noch anders MUSS-Zubehör auf einem Openair als Büchsenbier…
nachtwach
Warum schaffe ich es immer wieder, Montags nach Mitternacht DRS3 zu hören und in diese unsägliche Sendung “nachtwach” hineinzurutschen? Furchtbar so was! Eigentlich will ich doch nur etwas Hintergrundmusik zum Einschlafen und muss mir dann Geschichten von Leute, die von ihren Partnern betrogen wurden, die ihr coming out hatten, etc. anhören. Hilfe! Ich will schlafen und nicht irgendwelches Gejammer anhören…
Wechseln wir halt auf Swiss Classic, da muss ich mir sowas sicher nicht anhören.
Ende einer Ära
Mein Roller ist bei Ricardo eingestellt, so endet ein kleines Kapitel meines Lebens. Die Maschine hat mir viele öde Stunden in öffentlichen Verkehrsmitteln erspart, mittlerweile meide ich wo möglich den Agglomerationsverkehr und schlängle mich elegant mit dem Fahrrad um die stehenden Kolonnen…
Offertanfragen
Immer wieder interessant, wie unterschiedlich Firmen auf Offertanfragen reagieren.
Ich habe letztens Offerten für ein doch nicht ganz kleines Projekt von drei Firmen verlangt, nennen wir sie mal A, B und C.
Firma A bietet direkt auf der zwar rustikalen, aber informativen Webseite eine E-Mail Adresse zur Kontaktaufnahme. Also verlange ich per Mail eine Offerte.
Firma B präsentiert sich mit bunten Farben und Sternenhintergrund. Die Inhalte sind wenig aussagekräftig. Für Anfragen steht ein Formular zur Verfügung. Meine länger Anfrage muss also in das kleine Kommentarfeld gezwängt werden.
Firma C ist der grösste Player der drei und hat einen relativ professionell aussehenden Internetauftritt. Kontaktmail? Fehlanzeige. Auch hier darf ich mich mit einem Formular abmühen.
Zu den Antworten:
Firma A antwortet innert 2 Stunden, obwohl die Anfrage nach 20 Uhr losgeschickt wurde. Es werden ein paar Nachfragen zu meiner Offerte gestellt und man bittet mich, für Details anzurufen.
Firma B antwortet nach 3 Wochen und will auch noch ein paar Dinge wissen, bevor man auch nur ansatzweise auf meine Fragen eingeht.
Firma C hat es bis heute nicht nötig gehabt, zu antworten. Vielleicht ist das Formular defekt, wer weiss. Hab ichs nötig, die darauf hinzuweisen?
Mit Firma A bin ich nach einem sehr erfreulichen Telefongespräch in intensiveren Verhandlungen. Meine Nachfrage zur Offerte eben wurde innert 5 Minuten beantwortet (es ist 22.15 Uhr!)
Die drei Firmen sind alles KMUs notabene, wobei A am ehesten unter K fällt ;)
Qual der Wahl(en)
Der Kanton Luzern wählt am 1. April den Regierungsrat und den Grossen Rat neu.
Der Regierungsrat bereitet wenig Mühe, 5 Sitze sind zu vergeben, einer der bisherigen hat sich allen Kredit verspielt, also raus mit ihm. Dafür gibt es auch eine schön vorbereitete Liste, nur die Ersatzkandidatin muss ich noch eintragen. Ein vertretbarer Aufwand also.
Aber der Grosse Rat! 34 Sitze zu vergeben, und da ich nicht blind Parteien wähle, sondern einen vernünftigen Mix aus (meiner Meinung nach) qualifizierten Personen zusammenstelle, bleibt mir nur die Blankoliste. 34 Zeilen sind da handschriftlich auszufüllen! Hallo? Wir leben im Jahr 2007!
Eigentlich müsste ich mir die Liste auf lu.ch komfortabel zusammenklicken können, das wäre nun wirklich keine Hexerei. Und wenn man den Wahlprozess noch benutzerfreundlicher gestalten möchte, könnte man Filterkritierien wie Alter, Partei anwenden. So könnte man in 5 Minuten wählen. Aber nein, ich muss mich durch Papierlisten quälen, Namen und Wohnorte notieren… aargh!
Gut, dass nur alle 4 Jahre gewählt wird.
Wochene.. ach ne!
Diese 4-Tage Wochen während des Studiums haben mich schon verweichlicht, so dass ich eine gewöhnliche 5-Tage Arbeitswoche kaum noch durchhalte. Vor allem bei der Hitze!
Was solls, im Gegensatz zum Studium ist die Arbeit wenigstens bezahlt, und so machts mir auch nicht so viel aus, mich mit Joomla herumzuschlagen.
Obwohl: Sch**** Joomla! Selten einen so unausgereiften Mist gesehen, der eine solche Verbreitung hat.
Administrativer Bullshit
Ein Begriff geprägt von einem meiner ehemaligen Hassdozenten, mittlerweile habe ich nichts mehr gegen ihn, da ich es wie durch ein Wunder durch die VWL Prüfung geschafft habe ;)
Jedenfalls war heute, nachdem diese Woche die Welle der mündlichen Prüfungen war, bei mir der Tag des administrativen Bullshits: Rechnungen, Lieferscheine, Steuern usw. wollen bezahlt und abgelegt sein, so sind innert weniger Stunden gut 3 Monate Papierkrieg von meinem Schreibtisch verschwunden.
Jetzt gibts nur noch Dinge zu tun, für die ich selbst die Verantwortung trage. Allem voran: Lernen, lernen, lernen!
So sieht es zumindest auf der Prioritätenliste aus, aber erst gönne ich mir mal eine kleine Auszeit.
:D
^^
Life's a bitch
Danke Steuersparer, meine Arbeit wird nächstes Jahr von anderer Stelle verrichtet, qualitativ sicher schlechter, aber die gesparten Franken müssen ja wieder irgendwo versanden.
Man merkt, dass Politik hauptsächlich von Amateuren betrieben wird.

